Stempelbrunnen
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Betriebsbahnhof Stempelbrunnen in km19,8 und der Stempelkopftunnel
Der Betriebsbahnhof Stempelbrunnen (auch Spempelbrunn genannt) besitzt die außergewöhnlichste Geschichte aller Bahnhöfe der Strecke.
In der Ursprungsplanung sollte eine etwas andere Streckenführung gebaut werden. Unweit des heutigen Bahnhofs war eine Holzverladestelle "Stumpfwald" eingeplant. Ab 1920 taucht in den Plänen die heutige Streckenführung mit einem Bahnhof Stempelbrunnen auf (siehe Gleisplan unten). Lange Zeit war unklar ob dieser Bahnhof tatsächlich solche Ausmaße gehabt hat. Dazu ist anzumerken, dass er am Kulminationspunkt der Eistalbahn liegt. Außerdem war er die einzige Kreuzungsmöglichkeit zwischen Ramsen (km 13,5) und Enkenbach (km 26,3). Somit liegt diese Station bei 19,8 ziemlich genau in der Mitte.
 
Bei der Errichtung des Bahnhofs Stempelbrunnen spielen demnach verschiedene Faktoren eine Rolle. Zum Einen war dies natürlich die Möglichkeit direkt im Wald Holz zu verladen. Der wesentlich wichtigere Punkt ist aber die Kreuzungsmöglichkeit. Vor dem Hintergrund des gerade erst beendeten 1. Weltkriegs im Jahr 1920 mutet es schon unglaublich an, dass man in den Planungen sehr direkt auf militärische Zwecke hindeutet. Dazu wurde sogar ein detailierter Höhenplan erstellt, der alle damals möglichen Routen zwischen Grünstadt und Kaiserslautern (und somit direkt zum Aufmarschgebiet Richtung Frankreich) mit der Eistalbahn vergleicht. Dieser Höhenplan ist hier unter Baupläne zu finden.
Im Gleisplan wird auf der anderen Seite die sonst übliche Vorgehensweise vermieden die Nutzlängen der Gleise anzugeben. Für eine unbedeutende Kreuzungsstation mitten im Wald sind das schon beachtliche Zahlen, die man beim Nachmessen des Plans erhält:
Gleis 1: 350m (Durchgangsgleis)
Gleis 2: 370 (erstes Überholgleis)
Gleis 3: 270m (Ladegleis mit Gleiswaage)
Gleis 4: 250m (zweites Ladegleis)
Bei der Spurensuche im jahr 2013 wurden genügend Hinweise auf die tatsächliche Bauausführung dieses Plans gefunden:
- ebenes Planum zur Aufnahme der vier Parallelgleise
- Entwässerungsdurchlässe wie im Plan von 1920
- Fundamentreste der Gleiswaage
- Fundamente eines Stellwerks am Tunneleingang
- Vorhandensein des Stellwerks in Richtung Enkenbach
Einzig auf das im Plan als Erweiterung gestrichelt gezeichnete Ladegleis gibt es keine Hinweise.
Oben: Sonderzug am 27.09.1988
Einfahrt in den ehem. Bahnhof Stempelbrunnen

Unten: Vergleich zwischen 1975 und 2013
051 609 verlässt den Tunnel / Die gleiche Stelle 38 Jahr später
Unten:
Spurensuche im
Stempelkopftunnel
 
   
Gleisplan aus dem Jahr 1920
(durch Klick auf's Bild in neuem Fenster öffnen)
 
       
     
       
   
       
       
       
       
       
       

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Letzte Änderung: Sonntag, 12 Januar 2014
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